Heute ist noch mal tauchen angesagt. Die Tauchausflüge buchen wir über das Schiff, weil das am einfachsten ist.
Wracktauchen steht auf dem Programm.
Zum Tauchboot gehts ganz einfach zu Fuß, zu einem kleinen Hafen.

Wir wollen das Wrack der deutschen „Antilla“ betauchen. Das war ein deutsches Frachtschiff, welches zu Kriegsbeginn 1940 vor Aruba lag und konfisziert werden sollte, als Hitlerdeutschland Holland angriff. Da der Kapitän allerdings etwas dagegen hatte, lies er die Motoren heiß laufen und mit Wasser fluten, so dass sie explodierten und das Schiff sank.
Seit dem ist sie für die Einheimischen ein Geisterschiff und für die Taucher ein gut zu erreichender Tauchspot. Denn sie liegt an der tiefsten Stelle gerade mal in 18m Tiefe.

Als wir mit unserem Tauchboot dort ankommen, ist schon einiges los. Vier weitere Boote sind vor Ort und zahlreiche Schnorchler ziehen ihre Runden. Wir fragen uns allerdings, was genau sie da eigentlich anschauen. Denn die Sicht unter Wasser ist nicht sehr weit. Nun gut, wir sind ja zum Glück zum tauchen da. Wir sind in zwei Gruppen eingeteilt, zu jeweils 5 Tauchern. Ein Wrack zu betauchen, ist immer sehr spannend, da ja hinter jedem Wrack ein Schicksal steht. Zum Glück sind hier keine Menschen umgekommen.
Die Natur nimmt es, wie es kommt und so hat sie hier alles in Beschlag genommen. Wir sehen viele Fischschwärme und schönen Korallen- und Anemonen – Bewuchs.
Als die Brücke des Schiffes im Nebel des Wassers auftaucht, wird man schon daran erinnert, dass es sich hier um ein Schiff handelt. Insgesamt ist es ein total entspannter Tauchgang. Nach einer kurzen Oberflächenpause fahren wir zu einem zweiten Tauchspot, an dem, sagen wir mal, ein wenig Schrott rum liegt. Das hört sich erst mal negativ an, aber daraus entstehen ja wunderschöne Korallenbänke. Wie auch hier. Wir entdecken u. a. eine kleine Wasserschlange, Muränen, Oktopus, Papageienfische und es gibt einige Fischschwärme, durch die hindurch zu schwimmen ein großartiges Erlebnis ist.
Am Nachmittag haben wir noch Zeit ein bisschen durch Oranjestad zu schlendern. Auch hier ist man ganz schnell zu Fuß in der Stadt.
Hier gibt es alle möglichen Geschäfte, für jeden Geldbeutel die passenden. Von Zara bis Gucci ist alles dabei. Die Häuser sind wunderschön bunt – es lohnt sich also auf jeden Fall.


Eine kleine kostenfreie Bimmelbahn fährt durch die Stadt, die wir natürlich gerne nutzen.

Beim Bummeln an der Strandpromenade kommen wir an einer kleinen Bar „The Poddock“ vorbei, in der jeder, der möchte, einen Dollar-Schein unterschreibt und an die Wand heftet. Das nenne ich mal gutes Money-Feng Shui.


Und wir finden eine bemalte Wand mit einem Surfbrett, für lustige Fotos.

Leider hat auch dieser Tag wieder zu wenige Stunden und wir sind schon etwas wehmütig, da es unser letzter Landgang vor La Romana, unserer Endstation mit der „Mein Schiff“, ist.
Am Abend genießen wir im Altlantik – Restaurant (wie fast jeden Abend – Sorry!) ein fünf Gänge Menü und unser Herzkind unternimmt in der Zwischenzeit eine Schnitzeljagd über das Schiff. Das ist wirklich ein ganz besonderer Urlaub, wir sind sehr dankbar für die vielen Erlebnisse…