Das Beste kommt zum Schluß …
Wie kann man Venedig beschreiben, um auch nur annähernd der Schönheit dieser Stadt gerecht zu werden. Es gibt kaum Worte für diese Wunder der Architektur und der Kunst, die man dort findet. Mit offenem Mund stehe ich vor dem Dogenpalast. So ein meisterhaftes Kunstwerk habe ich noch nie gesehen. Von Menschenhand geschaffen, kaum vorstellbar!

Die Überfahrt mit dem Boot in die Lagunenstadt ist schon der Beginn der Stadtbesichtigung. Wir lassen die Eindrücke auf uns wirken. Als wir anlegen, kommen uns aber auch schon Menschenmengen entgegen. Das ist leider der Fluch dieser wunderschönen Stadt. Der Markusplatz ist wirklich sehr voll, obwohl uns ein Gondoliere versichert, es seien im Moment noch wenige Touristen sind. Oh ha!


Vielleicht könnte sich die Stadt aus Eigenschutz etwas überlegen, wie man die Besucherzahlen reduzieren kann. Ich habe vor ein paar Tagen Bilder von Venedig im Netz gesehen, wie sich das Wasser in der Stadt sauber gespült hat, seitdem es den Lockdown wegen Corona gibt. Unglaublich, wie schnell sich die Natur wieder erholt, wenn man ihr Luft zum Atmen gibt. Ich habe sowieso gerade den Eindruck, die Erde bedankt sich bei uns, dass sie einmal Luft holen kann. Wir haben die Osterferien zu Hause verbracht und angefühlt hat es sich wie ein Sommerurlaub. Ja ok, jetzt ist es raus, diese Reise über die ich hier schreibe, haben wir letztes Jahr im April unternommen 🙂

Wir leben in einer dualen Welt, dass heißt nach jedem Tief folgt immer auch ein Hoch. Wir werden also hoffentlich sehr viel lernen aus der jetzigen „Corona Krise“. Und da wir immer nur bei uns selbst anfangen können, überlege ich mir natürlich, ob so eine Kreuzfahrt sein muss. Denn das es die Umwelt schädigt, wissen wir ja alle. Deshalb finde ich es toll, das AIDA einen Anfang gemacht hat und die ersten Schiffe mit Flüssigerdgas Antrieb entwickelt und auf die Meere gebracht hat. Klar ist das auch noch nicht optimal, aber auf jeden Fall schon mal ein Anfang.
Aber zurück zu unserem Venedig Trip. Wie schon beschrieben, sind wir hingerissen von der Schönheit Venedigs. Man kann im Vorfeld Eintrittskarten für den Dogenpalast im Internet bestellen, was angesichts der Riesenschlange davor, wirklich Sinn macht.
Wir wollen aber einfach ein bisschen durch die Gassen schlendern und natürlich möchten wir eine Gondelfahrt unternehmen. 80€ für eine halbe Stunde ist wirklich fett. Da wir es aber vorher recherchiert hatten, haben wir uns bewusst dafür entschieden. Günstiger wird’s wenn man sich jemand mit ins Boot holt. Bis zu 6 Personen sind möglich. Ich hatte überlegt, die Karten und die Fahrt zu reservieren, war dann aber doch unsicher, wegen dem Wetter, Zeit etc. Im Sommer wenn mehr los ist, ist es vielleicht sinnvoll. Es ist auf jedenfalls ein schönes Erlebnis, denn das Wetter ist ein Träumchen. Aber auch hier muss man sich nichts vormachen, wir sind nicht alleine auf dem Wasser.
Gleich danach suchen wir das Kaufhaus Fondaco Dei Tedeschi, welches direkt neben der Rialtobrücke zu finden ist. Es ist nicht nur ein sehenswertes altes Gebäude, in denen man diverse Luxusartikel erwerben kann, sondern hier gibt es auch die Möglichkeit für 15min eine kostenfreie Aussichtsplattform zu besuchen. Diese bietet einen wunderschönen Blick über die Stadt. Das einzige was man tun muss, ist sich unter www. dfs.com einen Time Slot zu reservieren. Das ist super gut organisiert und funktioniert problemlos.

Wenn man mehr Zeit hat, lohnt sich mit Sicherheit ein Besuch der anderen Stadtteile (Inseln) Wahrscheinlich verteilen sich die Menschen dort auch ein bisschen mehr. Wir genießen in einem kleinen Restaurante noch eine leckere Pizza, bevor wir wieder zurück an Bord gehen.
Unseren letzten Abend genießen wir mit einem tollen Menü im Rossini (ja, ich weiß schon wieder essen 🙄) und wir tanzen die ganzen Kalorien bei der Silence Party wieder ab. Das ist echt witzig… Es gibt 3 DJ’s mit unterschiedlichen Musikstilen. Dafür bekommen wir entsprechende Kopfhörer mit drei Kanälen, so dass man sich die passende Musik, für den eigen Geschmack aussuchen kann. Und so tanzen Schlager- und Rockfans dicht an dicht. Richtig lustig ist es, wenn man sich das ganze mal ohne Kopfhörer anschaut und anhört. Denn einige vergessen, dass man sie hören kann, wenn sie mitsingen. 😉 Ach herrlich!

Meine Lieben das war es leider! Die Reise ist um. Vielen Dank, dass du dabei warst und ein bisschen mitgeträumte hast.
Ab Montag müssen die Kids wieder in die Schule – ach nein – home scooling! Somit sind wir auch schon wieder in der Realität. Ich habe heute durch Zufall die live Webcam von Venedig angeschaut. Es ist soo krass, der ganze Markusplatz menschenleer, die Rialtobrücke ohne Besucher. Schon komisch! Wir werden sehen, wohin uns diese Zeit führt. Ich bin total gespannt. Eins ist sicher, nichts wird mehr so sein, wie es vorher war. Und vielleicht ist es ja auch gut so?! Was meinst du?

Falls du heute zum ersten mal meine Seite besuchst und den ganzen Bericht dieser Reise lesen möchtest, dann fange am besten hier an. (Unsere verpasste Reise – Die Chance unseres Lebens)