Der Wetterbericht behält leider recht und es schüttet immer noch. Ich habe mir die Finger wund gegoogelt, um zu schauen, wo auf Kreta denn heute noch die Sonne scheint. Und sogar was schönes gefunden. Es ist der Strand Elafonisi im Süd-Westen der Insel. Der ist sogar ziemlich berühmt. Denn es ist nicht nur irgendein Strand, sondern er ist dank ein paar besonderer Muscheln und je nach Wetterlage rosa gefärbt.
Wir machen uns auf eine fröhliche Fahrt durch die Berge, bei der wir endlich in Urlaubsstimmung geraten. Doch plötzlich zeigt unser Auto Druckverlust in einem der Reifen an. Die nächste Tankstelle ist unsere. Und beim Reifenluft auffüllen, lächelt uns ein Nagel im hinteren rechten Reifen an. Darf das denn wahr sein?
Wir entschließen uns trotzdem zur Weiterfahrt, behalten unser „Sorgenkind“ aber im Auge. Wir fahren weiter und kommen nach zwei Stunden Fahrt wohlbehalten an. Unser Reifen ist noch prall gefüllt, also erstmal alles gut. Hier hat es vormittags auch geregnet und so ist der Strand ziemlich leer. Die Liegenmiete kassiert auch keiner mehr und die Strandbuden haben geschlossen. Umso mehr können wir den Ort genießen, denn im Sommer ist hier mit Sicherheit einiges mehr los.
So ein schönes Naturschauspiel haben wir noch nie gesehen. Der Sand schimmert tatsächlich rosa. Und das Wasser ist kristallklar. Ein Träumchen. Wir genießen den Nachmittag am Meer in vollen Zügen.



Auf dem Rückweg fahren wir wieder in den Regen hinein. Auf einer Insel, auf der es das ganze Jahr so gut wie nie regnet, gibt es natürlich auch nicht wirklich ein Abwassersystem. Und so ergießt sich das Nass, wasserfallartig die Berge hinab und sucht sich den Weg über die Straßen. Teilweise wird es etwas brenzlig, da natürlich auch Steine und Geröll mit heruntergespült werden. Wir kommen aber relativ gut durch und freuen uns wieder zurück im Hotel zu sein und auf unser Abendessen.