Heraklion – Kretas abwechslungsreiche Hauptstadt

Der nächste Tag ist, was für eine Überraschung, wieder ein Regentag. In der Hauptstadt Heraklion soll es heute Nachmittag trocken sein. Also steht unser nächstes Ziel fest. Ca. 1 1/2 Stunden dauert unsere Fahrt über die Schnellstraße.

Im Parkhaus Central Parking müssen wir die Schlüssel unseres Autos einem Fahrer abgeben, der es für uns im Parkhaus abstellt. Genau das richtige für uns Deutsche 😉 ! Ein komisches Gefühl haben wir schon. Da es aber alle so machen, glauben wir an das Gute und machen uns zu Fuß in die Innenstadt.

Jetzt werden wir richtig nass, denn leider haben wir in so einen Urlaub natürlich keinen Schirm mitgenommen. Wir flüchten uns in eine ziemlich unscheinbare Taverne mit dem Namen Anchorage. Und wie das manchmal so ist mit den Zufällen, haben wir es richtig gut getroffen. Eine griechische Familie führt diesen Laden sehr liebevoll und wir werden mit landestypischen Köstlichkeiten verwöhnt. Die Krönung ist der griechische Überraschungsnachtisch: griechischer Jogurt mit süßen Möhrentopping. Wirklich super lecker. Wir lernen sogar noch ein paar Worte griechisch. Efcharistó poly!

Taverne Anchorage
Griechischer Joghurt mit Möhrentopping

Der Regen hat aufgehört und wir können die Stadt erkunden. Wir laufen direkt auf die Apostel Titus Kirche zu und entschließen uns, erst mal eine Kerze anzuzünden und unseren Liebsten zu gedenken. Eine Kirche ist einfach immer ein guter Ort, um mal kurz die Welt anzuhalten und Danke zu sagen. Danke, dass wir gesund sind und Danke für unser schönes Leben. 🙏

Apostel Titus Kirche

Wir bummeln weiter durch die Shoppingmeile und machen einen kurzen Abstecher zum venezianischen Hafen. Hier stehen noch einige alte Mauern, die von einer langen Geschichte zeugen. Und natürlich viele Yachten und Boote, die bestaunt werden wollen. Wir suchen uns immer eine Yacht aus. Und stellen uns vor, es wäre unsere. Kennst du das Spiel auch?

Venezianischer Hafen
„Unsere“ Segelyacht im Hintergrund

Da das Meer recht wild ist, bekommen wir ordentlich Wellen geboten, die sich an den Felsen auftürmen. Und wir müssen aufpassen, nicht geduscht zu werden. Die Festung im Hafen können wir leider nicht mehr von innen besichtigen, da wir uns langsam wieder auf den Rückweg machen müssen. Denn unser Glück mit dem immer noch kaputten Reifen wollen wir nicht überstrapazieren. Deshalb fahren wir zum Flughafen an unserer Autovermietung vorbei, die uns zur Werkstatt lotst und dort den Reifen direkt professionell flickt. Was logischerweise für unser Herzkind super spannend ist. Peter Lustig hätte es nicht besser erklären können.

Und wieder geht ein erlebnisreicher schöner Tag trotz Regen auf Kreta zu Ende. Das Gute an Schlechtwettertagen ist, dass man viel erleben kann. Und so hat immer das vermeintlich Schlechte, im Nachhinein noch einen Sinn. Wie so oft im Leben…

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