Nach diesem Jahr zu Hause festgehalten sein, freuen wir uns natürlich auf…. (Trommelwirbel) … einfach alles!
Der Restaurantbesuch ist wie ein Verwöhnprogramm, das shoppen im Laden, so richtig mit Klamotten anprobieren – ein Event, zum Friseur gehen – happiness, mit der Freundin ins Café – Seelenfutter!
Im Januar 2020 war das alles noch völlig normaler Alltag. Ich hätte mir nicht vorstellen können, dass wir ein Jahr später mit Maske zum einkaufen gehen müssen. Und jetzt rückblickend wird mir so klar, was wir alles hatten. Manchmal muss man Dinge vermissen, um zu verstehen, dass nichts selbstverständlich ist im Leben. Und das wir jeden Tag dankbar für alles sein können, was einfach so funktioniert.
So ist es auch mit der Gesundheit, wir können ihren Reichtum erst ermessen, wenn wir krank waren und das angeblich so normale (wie z.B. allein auf die Toilette gehen zu können) weggenommen bekommen haben. Ich denke Corona ist die Chance auf ein kollektives Erwachen aus unserer Litargie. Wie haben wir über völlig banale Dinge jammern können und tun es auch jetzt schon wieder. In Wirklichkeit aber geht es uns einfach nur gut, nur manchmal vergessen wir es einfach.
Ich habe beschlossen, das Leben anzunehmen wie es ist. Und ich bin so dankbar für …. einfach alles!! Dass mein Körper funktioniert, dass ich einen gesunden Sohn habe, dass ich einen liebenden Ehemann an meiner Seite weiß, dass meine Eltern wundervolle Großeltern sind, dass wir Freunde haben, mit denen wir uns einfach so spontan treffen können, dass ich dieses spannende Leben führe und …. dass wir endlich wieder unterwegs sein können!!
So, jetzt aber genug philosophiert, zurück zum Reiseblog. Wir fahren diesen Sommer nach Italien! YES!
Ja genau, wir fahren. Auch das war für mich sonst nicht die erste Wahl. Flug buchen und los, so ist es sonst immer gewesen. Letztes Jahr wurden uns aber die Flüge wegen Corona gestrichen und wir haben lange auf unser Geld warten müssen, so ging es vielen. Deshalb haben wir uns entschlossen, dieses Jahr mit dem Auto zu reisen. Wir wollen bis nach Ceglie Messapica, das ist ein kleiner Ort in Apulien, Süditalien fahren. Bildlich gesprochen: die Hacke von Italiens Stiefel.
Da wir nicht die „wir fahren durch die ganze Nacht“ Fraktion sind, haben wir uns die Reise als Ziel erklärt. Wir wollen nicht länger als 6-7 Stunden Strecke pro Tag fahren. Und da wir vom Rheinland (Nähe Bonn) losfahren, ist unsere erste erklärte Etappe der Vierwaldstätter See in der Schweiz. In Emmetten haben wir eine süße Ferienwohnung gebucht und werden dort 2 Nächte bleiben, um die schönen Berge zu genießen und den Urlaub ganz nach dem Motto der Schweizer, ohne Stress, zu beginnen…
Der nächste Stop ist Rimini. Und nach 2 Nächten gehts weiter nach Ceglie Messapica.
Der Rückweg geht über einen Stop von 3 Nächten am Gardasee in Limone.
Das war der Plan für diesen Sommer und dann kam alles anders…